Mobile Internet Tarife
Tipps zu mobilen Internet Tarifen
Das Angebot an unterschiedlichen Tarifen für mobile Internetzugänge wächst durch das Auftauchen der Mobilfunkdiscounter kontinuierlich. Die wesentliche durch diese Anbieter hervorgerufene Änderung besteht darin, dass Prepaid Tarife ihre ursprüngliche Marktnische als Angebot für Jugendliche und Kunden mit negativer Schufa längst verlassen haben. Mittlerweile haben sich Prepaid Tarife als vollwertige Alternative etabliert, die sich durch eine volle Kostenkontrolle und kurze Vertragsbindungen an einen Anbieter auszeichnet.
Flatrate oder Inklusive-Volumen?
Die klassische Antwort, dass eine Flatrate nur Vielsurfern zu empfehlen sei, stimmt nur noch bedingt. Grund dafür ist die wachsende Verfügbarkeit schneller mobiler Internetzugänge via HSDPA. Mit HSDPA werden UMTS Internetzugänge von ursprünglich 384 KBit pro Sekunde auf bis zu 7,2 MBit pro Sekunde beschleunigt. Volumentarife kommen daher selbst bei moderaten Kosten von etwa 29 Cent pro Megabyte kaum in Frage, weil das genutzte Datenvolumen schwer kontrolliert werden kann. Die meisten Anwender werden aufgrund ihrer Erfahrungen im Festnetz wissen, dass beim Aufruf einer Website nicht erkennbar ist, welches Datenvolumen tatsächlich geladen wird. Volumentarife beinhalten also bei Breitbandzugängen ein erhebliches Kostenrisiko und kommen nur bei langsamen Internetzugängen über GPRS in Frage.
Primär für Testzwecke werden mittlerweile auch UMTS Tagesflatrates angeboten. Ein wenig Aufmerksamkeit ist hier erforderlich, da einige dieser Flatrates für genau einen Kalendertag gelten, während andere 24 Stunden ab der ersten Einwahl genutzt werden können.
Tipps zur Auswahl des Netzbetreibers
Die Mobilfunknetze der vier deutschen Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus weisen erhebliche technische Unterschiede auf. Breitbandzugänge mit HSDPA bieten nur die beiden erstgenannten nahezu flächendeckend an. O2 und E-Plus haben jedoch zumindest bei der UMTS Netzabdeckung deutlich aufgeholt und insbesondere O2 treibt den Ausbau gegenwärtig weiter voran. Die aktuell erreichte Netzabdeckung kann tagesaktuell auf den Homepages der Anbieter geprüft werden.
Prepaid oder Postpaid?
Prepaid Tarife sind längst nicht mehr teurer als Postpaid Tarife, früher vorhandene Preisunterschiede hat der intensive Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt längst egalisiert.
Die einzige noch vorhandene Einschränkung der Prepaid Tarife betrifft Leistungen, die nachträglich berechnet werden, also hauptsächlich kostenpflichtige Mehrwertdienste und Auslandsgespräche. Diese sind für Prepaid Kunden häufig gesperrt. Ein Kostenvergleich zwischen beiden Tarifmodellen gestaltet sich ein wenig aufwändig, da Prepaid Tarife häufig eine einmalige Freischaltungsgebühr enthalten. Auch die Kosten für die erforderliche Hardware sollten beim Preisvergleich berücksichtigt werden, da diese Vertragskunden im Gegensatz zu Prepaid Kunden entweder kostenlos oder deutlich verbilligt angeboten wird.
